
(vorne v.l.n.r.) die Kandidaten Jonas Bracht (Wahlkreis 94), Jörg Greweling (Wahlkreis 96) und Daniel Loermann (Wahlkreis 95), dahinter der Kreisvorsitzende Patrick Büker und Fraktionsvorsitzende im Kreistag Thorsten Baumgart
Rietberg. Auf ihrer Kreiswahlversammlung in Rietberg-Neuenkirchen hat die FDP im Kreis Gütersloh ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2027 aufgestellt und damit ein deutliches Signal für einen politischen Neustart in Nordrhein-Westfalen gesetzt. Für den Wahlkreis 95, der die Städte Gütersloh, Harsewinkel und die Gemeinde Herzebrock-Clarholz umfasst, kandidiert erneut Daniel Loermann. Im Wahlkreis 96 (Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Schloß Holte-Stukenbrock und Langenberg) wurde erstmals Jörg Greweling nominiert. Beide wurden mit breiter Mehrheit des Parteitages gewählt. Bereits zuvor hatten die Freien Demokraten Jonas Bracht als Kandidaten für den Wahlkreis 94 (Altkreis Halle und Teile der Stadt Bielefeld) gewählt. Die Versammlung war geprägt von Aufbruchsstimmung, Geschlossenheit und der Überzeugung, dass Nordrhein-Westfalen nach fünf Jahren des politischen Stillstands wieder mehr Freiheit, wirtschaftliche Stärke und Verlässlichkeit braucht. Die FDP präsentiert sich dabei als die glaubwürdigste bürgerliche Kraft für einen echten Politikwechsel.
Für Daniel Loermann (41), Zahnarzt aus Harsewinkel und gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, steht die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt. Er kritisierte die Krankenhauspolitik der Landesregierung, die vielerorts für Unsicherheit und fehlende Transparenz gesorgt habe. Die Menschen hätten Anspruch auf eine wohnortnahe Versorgung, die sich an Qualität und Leistungsfähigkeit orientiere und nicht an politischen Erwägungen. Die FDP wolle Krankenhäuser, Arztpraxen und Reha-Einrichtungen besser vernetzen sowie die Chancen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz entschlossener nutzen. „Gesundheitspolitik muss den Patienten dienen und nicht der Bürokratie. Nordrhein-Westfalen braucht eine Versorgung, die verlässlich, leistungsfähig und zukunftsfest ist“, erklärte Daniel Loermann.
Mit Jörg Greweling (50, Rheda-Wiedenbrück)
schickt die FDP einen Kandidaten ins Rennen, der seit Jahrzehnten in der mittelständisch geprägten Wirtschaft tätig ist und die Herausforderungen vieler Unternehmen aus eigener Erfahrung kennt. In seiner Bewerbungsrede warb er für mehr Vertrauen in Unternehmer, weniger staatliche Eingriffe und eine konsequente Entlastung des Mittelstands. Gerade die Industrie- und Möbelregion Ostwestfalen-Lippe benötige wieder wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungen und einen wirksamen Abbau von Bürokratie. Die schwarz-grüne Landesregierung habe die Sorgen der Betriebe zu lange ignoriert. „Unsere Unternehmen wollen nicht nach Fördermitteln fragen müssen, sondern investieren, ausbilden und wachsen können. Dafür brauchen sie endlich wieder politische Rahmenbedingungen, die Leistung belohnen statt Wachstum auszubremsen“, sagte Jörg Greweling.
Der Kreisvorsitzende Patrick Büker betonte in seiner Rede, dass Nordrhein-Westfalen vor enormen finanziellen Herausforderungen stehe und ein grundlegender Kurswechsel erforderlich sei. Die FDP wolle das Land wieder auf den Weg solider Finanzen führen, die Schuldenbremse stärken und den Förderdschungel deutlich reduzieren. Statt immer höherer Ausgaben brauche Nordrhein-Westfalen eine konsequente Überprüfung staatlicher Aufgaben und eine Konzentration auf Bildung, Sicherheit und Infrastruktur. Gerade die Kommunen müssten wieder finanziellen Handlungsspielraum erhalten, um ihre Aufgaben vor Ort erfüllen zu können. „Der Staat hat kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Wir müssen wieder lernen, mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umzugehen und politische Prioritäten richtig zu setzen“, erklärte Patrick Büker.
Auch steuerpolitisch warb Patrick Büker für einen klaren liberalen Kurs. Die FDP wolle die Grunderwerbsteuer schrittweise auf das bundesweit niedrigste Niveau senken. Zudem setze sie sich für ein einfacheres und leistungsfreundlicheres Steuersystem ein, bei dem Arbeit und Unternehmertum wieder stärker belohnt werden. Neue Belastungen wie zusätzliche Landessteuern lehnten die Freien Demokraten entschieden ab. Gerade für Familien, Eigentümer, Selbstständige und Mittelständler müsse wieder mehr von dem erwirtschafteten Einkommen übrig bleiben. „Leistung muss sich wieder lohnen. Bürger und Unternehmen brauchen Entlastung statt immer neuer Belastungen durch einen Staat, der seine Ausgaben nicht in den Griff bekommt“, so Patrick Büker.
Ein weiterer Schwerpunkt der FDP ist die Integrations- und Migrationspolitik. Der Kreisverband fordert eine konsequente Durchsetzung geltenden Rechts und ein Ende des schwarz-grünen Flickenteppichs bei Rückführungen. Menschen mit Bleibeperspektive sollen schnell Deutsch lernen, arbeiten und Teil der Gesellschaft werden können. Gleichzeitig müsse aber klar sein, dass Personen ohne Bleiberecht Deutschland auch wieder verlassen müssen. Die FDP setzt sich daher für landesweit einheitliche Verfahren und eine stärkere Zentralisierung von Rückführungen ein. Auch im Bereich der inneren Sicherheit sieht die FDP erheblichen Handlungsbedarf. Die Freien Demokraten fordern eine personell und technisch besser ausgestattete Polizei, mehr Konsequenz bei der Bekämpfung von Clan- und Organisierter Kriminalität sowie eine stärkere Unterstützung von Einsatzkräften. Zugleich solle die Freiheit der Bürger geschützt werden. Nach Auffassung des Kreisverbandes habe die schwarz-grüne Landesregierung zu häufig auf Symbolpolitik statt auf wirksame Maßnahmen gesetzt. Nordrhein-Westfalen brauche wieder einen handlungsfähigen Rechtsstaat, der seine Aufgaben zuverlässig erfülle. Gerade für die Menschen im Kreis Gütersloh seien Sicherheit, Ordnung und Verlässlichkeit zentrale Voraussetzungen für Freiheit und Wohlstand.